Netzkunst's Blog

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Heath Bunting Juli 12, 2009

Filed under: Künstler und ihre Projekte — netzkunst @ 11:49 pm

Heath Bunting,

Britischer Künstler, geboren 1966

Kurze Biographie im Netz

http://irational.org/cgi-bin/cv2/temp.pl

 

Heath Bunting ist jemand der Grenzen überschreitet. Gelesen habt ihr das schon in dem Text, den wir euch als Textgrundlage gegeben haben.

Heath sagt in einem Interview in net.art mit dem Interviewer Tilman Baumgärtel, Sinngemäß: er hätte wirklich viel Kunst gemacht, aber vieles nicht aufgezeichnet, da es in dem Moment  der Aufzeichnung kommerziell werden würde…

 

Einige Aktionen hat Bunting aber für uns festgehalten:

Klickt auf diesen Link, ihr findet eine Art Schachbrett mit eingetragenen Grenzen

die Bunting überquert hat.

 

http://irational.org/cgi-bin/border/xing/list.pl

 

BorderXing Harrislee und Padborg

Beispiel:

21. Feb.2003

Bunting ist von Harrislee nach Padborg zu Fuß gegangen und hat diese Grenzüberquerung dokumentiert, mit Fotos.bunting denmark

 

 

besonders interessant in Bezug auf unsere Forschungs Frage ist auch, dass Bunting der Tade gallery eine 5 Jahres Lizenz für seinen Guide, wie er die Aufzeichnungen seiner Überquerungen nennt, verkauft hat. Hier ein Auszug aus dem Vertrag den man auf Buntings Website findet:

 

Tate will pay you £1,000 exclusive of VAT for the Licence and option
to purchase (see below) and £3,500 exclusive of VAT towards the production
costs of the Work(„the Fee“).

 

Wer hier schaut findet eine detailierte Berechnung für das von Bunting benötigte Equipment.

 

http://irational.org/heath/borderxing/production/borderxing_budget.txt

 

0100101110101101.ORG Juli 10, 2009

Filed under: Künstler und ihre Projekte — netzkunst @ 8:17 pm

 

Hinter 0100101110101101.ORG steckt ein Künstlerpaar, das sich noch vor einigen Jahren noch nicht öffentlich zeigte und nur durch das Internet Bekanntheit erlangte. Wenn sie doch in der „realen“ Öffentlichkeit auftraten, waren es mal zwei oder auch drei Personen; und nicht immer die gleichen. Wer wirklich hinter dieser Zahlenkombination aus Nullen und Einsen steckt war nicht bekannt.

Sie waren Künstler des Internets.

 

Heute sind ihre Namen bekannt und ihre Kunst ist aus dem Internet in die Museen und Galerien gewandert. Eva und Franco Mattes, sind die zwei italienischen Künstler, die hinter der Website 0100101110101101.ORG stehen.

 

Begonnen hat ihr Erfolg in der Kunstszene des Internets 1998 mit einer Website die sie kreierten, die der offiziellen Website des Vatikan zum verwechseln ähnlich ist.

 www.vaticano.org       zum Vergleich die echte        www.vatican.va  

http://www.0100101110101101.org/home/vaticano.org/story.html

 

1999 folgte dann die beeindruckende Geschichte des Darko Maver.

Darco Maver (1962- 1999)

Serbischer Künstler und/oder der erste ausgedachte Künstler des Internets, der einzige Beweis seiner angeblichen Existenz ist seine Internetseite.

 

1999 tauchte im Internet die Website des Künstlers Darko Maver auf, ein Serbe der Nachbildungen von Körperteilen machte, die an Menschen erinnerten, die durch den Krieg getötet wurden.

Auf seiner Website erschienen die Photos und eine Art Lebenslauf, es gab Ausstellungen bei denen er, aus verschiedenen Gründen nicht anwesend seinen konnte.

 Er zeigte sich nie!

Bis jemand merkte, dass es ihn nicht gibt.

Es handelte sich um einen komplett fiktiven Charakter.  Erfunden und ausgespielt von den Künstlern Eva und Franco Mattes.

 

Die Fotos, seine Werke sind echt, echter, als man glauben mag!

Die Werke sind nicht Nachbildungen von Menschen, es sind echte Menschen!

Die Fotos zeigen reale Menschen die während des Jugoslawien- Kriegs umgebracht wurden.

 

Die ganze Geschichte auf http://www.0100101110101101.org/home/darko_maver/story.html

Oder als Video in 3 Minuten zusammen gefasst :

Hier eins seiner frühen Werke:

early_arm

Arm,

1982 Wax, rubber, fabric, paint
Lifesize

 

weitere Bilder auf der Website:

http://www.0100101110101101.org/home/darko_maver/story.html

 

 

0100101110101101.ORG spielen also mit den Gesetzen des Internet.  Was kann man mit dem neuen Medium Internet, das es damals noch war, machen?

 

Weitere spannende Aktionen der beiden Künstler findet ihr auf der Website! , klickt euch einfach durch!

 

Cornelia Sollfrank

Filed under: Künstler und ihre Projekte — netzkunst @ 10:33 am

Cornelia Sollfrank (geb: 1960 in Feilershammer) ist deutsche Netzkünstlerin und Vertreterin des Cyberfeminismus. Außerdem ist sie als Journalistin tätig und veröffentlicht kunsttheoretische Arbeiten.

Sollfranks Interesse am kollektiven Arbeiten führte zur Gründung des Netzwerks OBN (Old Boys Network) 1997 in Berlin, gemeinsam mit einigen ehemaligen Mitglieder von –Innen (Ellen Nonnenmacher und Susanne Ackers) sowie Mitgliedern der australischen Künstlerinnengruppe VNS Matrix (Julianne Pierce und Josephine Starrs). Diese Allianz aus Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen und Aktivistinnen praktiziert bis heute einen experimentellen Umgang mit Netzwerkstrukturen, um Cyberfeminismus nicht nur zu thematisieren oder theoretisieren, sondern strukturbildend zu verwirklichen: „The Mode is the Message – The Code is the Collective.“

Sollfrank selbst bezeichnet ihre Arbeit als situativ, d. h. sie macht Einschnitte in soziale Systeme, deren Teil sie selbst ist. Sie will hierdurch nicht sichtbare, aber durchaus einflussreiche Beziehungen und Machtverhältnisse aufdecken, die sonst im Verborgenen bleiben würden.

ausgewähltes Werk: Net.art generator

Der Generator, der in der Arbeit Female Extension zur Herstellung von 127 Netzkunstprojekten diente, ist seit 1999 als eigenständige Arbeit jedem User zugänglich. Für die Arbeit net.art generator beauftragte die Künstlerin die Programmierer Ryan Johnston, Luka Frelih, Barbara Thoens und Ralf Prehn, unterschiedliche Softwarelösungen zu entwickeln, die sich in ihrer Suchstruktur und in der Komplexität der Ergebnisse unterscheiden. Die Künstlerin ironisiert damit, die allgemeine Vorstellung von Netzkunst als Website-Kunst, in dem sie gerade Webseiten zu Kunst erklärt, die aus zufällig zusammen gestelltem Bild- und Textmaterial des Netzes entstehen. Jeder kann hier zum Netzkünstler werden, ganz nach dem Motto „Smart Artist makes the maschine do the work“: die Maschinen erledigen die eigentliche Arbeit.

 

ASCII-Kunst

Filed under: Künstler und ihre Projekte — netzkunst @ 9:55 am

~ist eine Kunstrichtung, die mit den Zeichen des ASCII-Zeichensatzes kleine Piktogramme oder ganze Bilder darzustellen versucht.

Prinzipiell wird dazu nur ein einfacher Texteditor mit nichtproportionaler Schrift benötigt, welche auch beim Betrachter eingestellt sein muss. Mittlerweile existieren aber auch spezialisierte Programme, die das Zeichnen erleichtern und mit denen sich auch Animationen gestalten lassen. Vor der Einführung von grafikfähigen PCs war die ASCII-Art die einzige Möglichkeit zur Schaffung von Bildelementen und Illustrationen und vor allem in Mailboxen weit verbreitet.

Es stehen dabei nur die 128 ASCII-Zeichen zur Verfügung, was bedeutet, dass z. B. Umlaute und viele Sonderzeichen nicht verwendet werden können. Erweiterungen des ASCII-Zeichensatzes auf 256 Zeichen sind betriebssystem- oder länderspezifisch und damit nicht mehr global anwendbar.

Des weiteren gibt es auch Programme und Programmbibliotheken, die Bilder und Filme in ASCII-Bilder (aalib) oder ASCII-Filme (aaplayer) umwandeln. Eine Interpretation der ursprünglichen Grafik als Vorlage für Linienführung ist hierbei eher selten. Oftmals wird die Umsetzung der Bildhelligkeit durch die Flächendeckung der verwendeten Zeichen realisiert.

Schriften

Zur ASCII-Art gehören auch die sogenannten FIGlet-Fonts, die es in vielfältigen Ausführungen gibt.

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Beispiel 3D-Grafik

Das Penrose-Dreieck

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Vertreter: Das Ascii Art Ensemble
Das Ascii Art Ensemble(AAE) setzt sich aus Walter van Cruijsen, Luka Frelih und Vuk Cosic zusammen.
Vuk Cosic:

Vuk Cosic: Ich habe das WorldWideWeb in der zweiten Hälfte von 1994 kennengelernt, 
da dachte ich: "Wow, das ist sexy." Weißt Du, der Moment, wenn Du auf Deinem Computerschirm Worte siehst, 
die jemand anders an einem anderen Ort geschrieben hat, ist das fast wie eine religiöse Erfahrung, 
auf jeden Fall sehr emotional. Ich habe jetzt noch eine fotografische Erinnerung an die Sachen, 
die ich gesehen habe, als ich das erste mal online war, an die verschiedenen Websites, 
die ich angeguckt habe. 
Ich habe mir gesagt: "Das ist cool", und mich entschieden, einen neuen Beruf zu ergreifen. 
Vorher hatte ich als Kunstmanager gearbeitet. Ich habe Kunstaustauschprojekte zwischen Ländern, 
die miteinander im Krieg waren, organisiert, zwischen Slowenien und Serbien zum Beispiel.

 

JODI.ORG Juli 6, 2009

Filed under: Künstler und ihre Projekte — netzkunst @ 9:41 am

jodi.org

–> Joan Heemskerk (*1968 in Kaatsheuve/ NL)

      war vorher Fotografin

–> Dirk Paesmans (*1965 in Brüssel)

      war vorher im Bereich der Videokunst tätig

 

Heemskerk ist eher für den technischen Hintergrund und Paesmans eher für die Bildbearbeitung zuständig (aber in einem gemeinsamen Arbeitsprozess, wie beide in mehreren Interviews betont haben)

 

Beide arbeiten seit 1994 als Jodi zusammen und leben derzeit mit ihrer Tochter in Barcelona.

Anfangs hatten sie Probleme mit ihrem Internetanbieter ValueWeb, da diese ihre Website als „bösartig“ erachtete. Folge: die Kündigung. Zeitweise hatten sie also kein Netz zur verfügung.

Bei Yahoo wurden sie zunächst nicht unter der Kategorie „Kunst“ eingetragen.

 

Jogi möchte sich nicht unter die Definition net.art gestellt sehen und so in der Masse untergehen à sie möchten „(…) sich als Künstler ein eigenes Profil (…) verleihen (…).“

 

Zu ihren Werken gehören auch eigene Versionen von Computerspielen wie Quake sowie ein eigener Internetbrowser (Wrongbrowser).

 

Sie werden regelmäßig zu Ausstellungen der zeitgenössischen Kunst eingeladen und erhielten 1999 den Webby-Award („Internetoscar“) der Kategorie „Netzkunst“

 

Sie arbeiten hauptsächlich mit html und JavaScript

  • Kryptisches Screendesign/ ASCII-Zeichen
  • Veränderung des html-Codes (html: Hypertext Markup Language; textbasierte Auszeichnungssprache zur Strukturierung von Inhalten)
  • JavaScript-Chaos (JavaScript: Scriptsprache/ Programmiersprache, zum Erstellen von Programmen, die auf beliebigen Computern und Betriebssysteme eingesetzt werden können)

–> Sie wollen provozieren, zerstören, verwirren

–> Kern ihrer Arbeit ist es, „(…) im Internet alles falsch zu machen, was man nur falsch machen kann(…).“

 

http://wwwwwwwww.jodi.org/

hier finden wir

–         das kryptische Screendesign

–         die ASCII-Zeichen

–         die Veränderung des html-Codes

Durch die Seite führen verschiedenen Links

http://wwwwwwwww.jodi.org/

 

EVA WOHLGEMUTH

Filed under: Künstler und ihre Projekte — netzkunst @ 9:36 am

eva,kathyEva (l.) mit Kathy

  • *1955 in Bad Vöslau/ A
  • 1974-1979 Studium an der Akademie für Bildende Künste Wien
  • 1979-1989 Arbeit als Gymnasiallehrerin
  • seit 1995 freie Webdesignerin für ORF 1 Kunstradio
  • Arbeit an Kunstprojekten (Multimediainstallation sowie Projekte im Web)

Sie arbeitet(e) viel mit Kathy Rae Huffman zusammen.

 

Kathy Rae Huffman:

Sie ist Kuratorin der Medienkunst und arbeitete am Long Beach Museum of Art (1979-1984) und am ICA in Boston (1984-1990). Von 1998 bis zum Jahr 2000 war sie als Professor of Electronic Art in Troy/ NY tätig.

Studiert hat sie an der California State University.

Eva Wohlgemuth erklärte in einem Interview, dass sie erst durch Huffman anfing, sich für das World Wide Web zu interessieren.

 

Einige Werke:

  • „Siberian Deal“ à ein Reisetagebuch im Netz

–         eine Reise durch Sibirien

–         durch den Austausch von Geschenken kamen sie in Kontakt mit den                        Einwohnern

–         Informationen wurden bereits während der Reise trotz schlechten Internetverbindungen über Bekannte in Wien ins Netz gestellt

–         Dokumentation auch mit Video und Foto

 

  • „Face Settings“ à auch eine „Art Tagebuch“

–         Sie wollen ihre Kontakte in Sibirien weiter Pflegen und neue aus der ganzen Welt hinzu gewinnen

–         Kamen leichter mit Frauen ins Gespräch à dieses Projekt handelt von der Kommunikation zwischen Frauen

–         Haben auch z.T. im realen Leben miteinander gegessen (z.B. in Rotterdam und St. Petersburg)

–         Auf ihrer Internetseite kann man eine Mail bezüglich Kontakt senden

 

  • „Body Scan“ à Sie scannte ihren Körper ein und ließ ihn  in 3D digitalisieren

Website: http://nr00226.vhost2.sil.at/siberian/index.htm